SONiA (USA)- Songwriterin / Folk (+ Greta als Support-Act)

3 Mai 2018 - 20:00

Quern / Steinbergkirche

SONiA (Disappear Fear) – 2017 International Spirit of Folk Award winner

Auch wenn Bob Dylan -sicherlich nur aus terminlichen Gründen- den Weg noch nicht in das Cafè Kommodig gefunden hat, haben wir am Donnerstag, den 03.05 mit SONiA immerhin schon einmal die Cousine der Legende bei uns zu Gast.

SONiA war bereits 2016 bei uns und so eine charismatische Persönlichkeit haben wir bisher noch nicht auf unserer „Bühne“ gehabt. Sie hat uns mit ihrem Spiel- auch spontan am Piano- einen zauberhaften Abend beschert.

Als Support-Act haben wir wieder „unsere“ junge talentierte Sängerin Greta aus Groß-Quern gewonnen, die schon beim letzten Konzert von Paul Eastham mit ihrer berührenden Stimme geglänzt hat.  

Leider war das Konzert bei uns 2016- im Gegensatz zu den anderen Konzerten der Deutschland Tour (Kiel am nächsten Tag war restlos ausverkauft)- nicht sehr gut besucht. Trotzdem hat sie sich mit unserem Publikum und bei uns sehr wohlgefühlt und kommt gerne wieder.

Hier ein Beitrag aus dem Netz:

SONiA (Rutstein) disappear fear has 17 Award winning CDs including first round Grammy entries for several albums. „Her songs are a vivid celebration of the human spirit in all its infinite manifestations“,  Don Kening-Chicago Daily Herald, „her music has a singular sound that makes labeling and categorizing a waste of time. „

SONiA Rutstein

SONiA ist ein Mensch der sich sehr für die Rechte von Minderheiten und Gleichberechtigung engagiert.

Unter den wichtigsten Veranstaltungen waren ihre Auftritte beim March on Washington for Woman und Concert for Peace am Lincoln Memorial in Washington, DC zusammen mit Peter, Paul and Mary (März 2003). Ihr Bühnenleben führte sie um den gesamten Globus. Sie gab Konzerte in Israel und Palästina, wo sie während des zweiten Libanonkrieges ihr Konzert in einem Schutzraum vor Bomben spielte, auf den Fidschi-Inseln und im Opernhaus von Sydney, Australien.

Das schreibt Wikipedia zu Sonia: https://de.wikipedia.org/wiki/Sonia_Rutstein

 

Eine schöne Konzertkritik aus dem Darmstädter Echo April 2015, welche die Künstlerin gut beschreibt:

Sonia Rutstein in Darmstadt

Folk-Pop – Die amerikanische Sängerin Sonia Rutstein bringt gute Laune nach Darmstadt

Ein amerikanisches Hoch hielt am Donnerstagabend Einzug im Gewölbekeller des Theaters im Pädagog (TIP): Die Songwriterin Sonia strahlte von der Bühne mit lebensbejahender Energie und Liedern voller Verve und Humanismus.

Es war ein herrlicher Frühlingstag, langsam geht am Donnerstagabend gegen 20 Uhr die Sonne unter. Man möchte sie am liebsten festhalten, statt nun in die Gewölbekeller-Dunkelheit des Theaters im Pädagog hinabzusteigen. Doch schnell wird klar, dass es noch ein äußerst sonniger Abend wird in der „Americana“-Reihe des TIP.

Sie strahlt mit funkelnden Augen und breit lächelndem Mund unter ihrem strubbeligen Pony hervor. In leicht breitbeiniger Rock’n’Roll-Pose steht sie stabil auf der Bühne. Ihr Körper schwingt und tänzelt ein bisschen, während sie voller Verve Akkorde in ihre Akustikgitarre schlägt und gut gelaunte Melodielinien ganz locker aus dem Handgelenk dazwischenzupft. Die Sonne geht auf. Oder zumindest hält ein Hoch Einzug – es kommt aus den USA über den großen Teich und heißt Sonia, Sonia Rutstein.

Dass sie laut Ankündigung eine Cousine der Songwriterlegende Bob Dylan ist, entwickelt sich im Laufe ihres energiegeladenen Auftritts schnell von einer interessanten zu einer eher unwichtigen Hintergrundinformation. Denn die sympathische Frau aus Baltimore in Röhrenjeans, Boots und einer admiralsartigen Jacke steht, spielt und singt für sich selbst. Und das tut sie so sehr mit vollem Herzen und übersprühender Kraft, dass sie sich von Song zu Song immer wieder die Feuchtigkeit unter den Augen wegwischen muss. Geballte Emotion ist dabei nicht alles, was wirkt. Sonia ist eine versierte und vielseitige Gitarristin und Sängerin. Sie beherrscht die breite Palette des Akustikgitarrenspiels, vom zarten Zupfen folkiger Linien bis zum beherzten Schrubben rockiger Riffs.

Und ihre leicht angeraute, aber überraschend helle und mädchenhafte Stimme singt sich ähnlich mühelos durch diverse Gefilde und zelebriert dabei stets die Melodie. Die Songs sind füllig und dynamisch, und zwischen „Babadab“- oder „Ohoh“-Linien klingt dabei auch ein gewisser Popfaktor durch.

„Sie deckt eine Farbe ab, die wir so im Programm noch nicht hatten“, befand einleitend Thomas Waldherr, Organisator der „Americana“-Reihe und apostrophierte sie als Vertreterin des politischen Folks. Doch pflegt sie diese Kunst weniger in der Klangtradition ihres Verwandten Dylan, sondern mehr nach ihrem großen Vorbild, dem bereits 1976 verstorbenen Songwriter Phil Ochs.

Es sind nicht wirklich Protestsongs, denn selbst in ihren politischen Stücken bewahrt sie eine lebensbejahende, positive Haltung. Da textet eher eine empathische Humanistin als eine anklagende Kritikerin, und sie besingt nicht zuletzt auch den amerikanischen Traum von Freiheit und Selbstverwirklichung. Bitterkeit klingt da nicht an.

Und als sie gegen Ende des Konzerts mit ein paar Covernummern dann doch noch Bob Dylan mit „Like a Rolling Stone“ ihre Reverenz erweist oder John Denver mit „Leaving On A Jet Plane“ und das Publikum selig mitsingt, da wird der Folk auch ein bisschen zur Folklore. Aber die Sonia-Sonne, sie strahlte bis zum Schluss mit voller Kraft.

Hier ein paar Kostproben:

https://www.youtube.com/watch?v=xGbhsTQKVN0

https://www.youtube.com/watch?v=IONmqTb94wg&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=0S-h9f9NQ1M&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=hffYASDxmLE&feature=youtu.be

https://www.youtube.com/watch?v=Q3kum-SUZCs

https://www.youtube.com/watch?v=WBEKFRsPB6Q

Einlass ab 19:00 Uhr / Beginn der Veranstaltung 20:00 Uhr

Karten im Vorverkauf: 10 € / Abendkasse: 13 €

Reservierungen unter: Telefon: 04632-8764781 oder info@alles-torte.de